Halloele Leute,

jetzt bin ich 10 Monate unterwegs und eines habe ich immer noch nicht
gelernt: Wenn ein Computer abstuertzt, besonders wenn ich gerade fast fertig bin
mit einer langen Mail, dann werde ich zum Tier! Wenn ich heimkomme werde ich
einen Computer erfinden, der nicht abstuertzt und dann werde ich sicher reich!

Also alles nochmal:

Ich bin noch nicht in Lhasa, wie Ihr vielleicht denk. Mein Flug am Mittwoch
wurde gestrichen. Das ist China, man weiss nie was so passiert. Aber jetzt
habe ich mein Ticket fuer Samstag in der Hand. Aber ich glaube es erst, wenn
ich dort bin. Wie es dort mit Internet aussieht weiss ich nicht. Es kann also
sein, dass ich mich erst wieder am 13.November von Kathmandu in Nepal melde.

Die Gegend um Zhongdian ist schon ethnisch Tibet, und viele Tibetaner wohnen
hier. Ganz arg liebe Menschen!!!! Absolut liebenswuerdig. Vorgestern habe
ich ein Tibetanisches Kloster hier in der Gegend besucht und kam gerade zur
rechten Zeit. Es war gerade eine Zeromonie. Diese Gesaenge, tiefe
Kehlkopfstimmen sind echt der Hammer, gehen einem durch Mark und Bein. Die Moenche sind
echt nett, koennen aber wenig Englisch. Schade, ich wuerde mich gerne mit ihnen
unterhalten. Das Koster ist rot, gelb, orange gestrichen und leuchtet im
Sonnenschein vor dem tiefblauen Himmel. Ein geniales Bild!

Gestern haben Johann (aus Scweden) und ich ein paar Dampfgrotten 20 km von
hier gefunden. Also Klamotten runter und mit Taschenlampe rein. Mhhh,
wunderschoen warm. Denn draussen ist es hier arschkalt. Leider hatt ich meinen
Chinesischen Rueckenkrazer nicht dabei, der mich seit Lijang begleitet. Der kommt
wirklich an alle Stellen, echt super. Aber ihr werdet ihn (oder sie?) ja
kennenlernen, wenn ich heimkomme!

De Gegend um Zhongdian ist umgeben mit schneebedeckten Bergen und hat eine
geniale Stimmung. Zhongdian selbst ist eigentlich recht haesslich, wie die
meisten neuen chinesischen Staedte, die ich gesehen habe. Zu viel Beton und
wenig Aesthetik. 

Aber es gibt noch die Altstaedte wie zB die Altstadt von Lijang. Super
gemuetliche kleine gepflasterte Steingaesschen mit kleinen Cafes und
Souvenierlaeden. Recht viel Touris, aber wenig Europaeer. Lijang Altstadt hat ich sehr an
Tuebingen erinnert.

In Lijang sind ein paar Freunde und ich auf ein Naxi Fest gestossen. War ein
echtes Erlebnis: Alle mussten was vorsingen oder tanzen, also auch wir.
Christina und Sylvia aus der Schweiz haben etwas gejodelt, ein richtiger Spass.
Ich hatte meine Gitarre dabei und habe ein wenig gespielt. 

So, jetzt noch eine Neuigkeit: Fuer alle, die meine Reise im Internet
verfolgen sind jetzt auch die Bilder von Vietnam, Kambodga, Bangkok (Thailand) und
Laos verfuegbar. Und fuer alle, denen es langweilig ist, hat mein Bduder, der
Softwareprofi eine Diashow Funktion eingebaut. Sie ist verfuegbar, wenn man
ein Bild in Grossformat anschaut. Funktioniert aber nur mit Mikrosoft
Browsern, anscheinend. Also ab ins Internet und neidisch werden!

Bis bald, Euer Christoph.