Das Paradis:

Halloele,

Je laenger ich unterwegs bin, desto klarer wird mir, dass das Paradis nicht
im Himmel oder sonst wo, sondern hier auf unserer Erde ist. Aber es ist nich
ein Fleck irgendwo versteckt, es sind die vielen Plaetze wie Machupicchu in
Peru, Uluru (Ayers Rock) in Australien, Chapata Diamantina in Brasilien, Selva
(Regenwald) in Equador), und so viele mehr.

Die letzten Tage war ich ja mit dem Bus der Wayward Tour und 16 anderen
unterwegs. Das war echt wahnsinnig genial. Ich muss wirklich mein Vorurteil
gegenueber organisierten Reisen zuruecknehmen. Aber ein guter Freund hat mal
gesagt, Vorurteile sind dazu da, dass man sie hat und zur richtigen Zeit
widerlegt!

Los gings letzten Mittwoch in die Flinders Ranges, eine Bergformation, die
die Form einer geoffneten Hand hat. Weiter am naechsten Tag nach Williams
Creec, ein Dorf mitten im niergens und im wunderschoenen roten Outback. Dieses
Doerfchen besteht aus einem Camping Platz, einem Hotel und einer Kneipe und hat
11 Einwohner und eine Parkuhr.
Weiter nach Coobers Pedy, eine total abgefahrenbe Stadt. Hier wird Opal
abgebaut. Und bei der Gelegenheit werden die Mienen anschliessend oft umgebaut zu
Haeusern. Die Haelfte der 4500 Menschen wohnen dort unter der Erde. Auch
unsere Unterkunft war ein unterirdisches Dormitorium, war super schoen angenehm
warm, im Gegensatz zu den arschkalten Naechten im Outback. Weiter mit dem
Bus, und da war er in Sicht, The Rock, oder Uluru, Ayers Rock. Waehrend dem
Sonnenuntergang veraendert er seine Farbe von braun zu tiefem wunderschoenen Rot.
Sieht unglaublich aus. Ich habe wahrscheinlich 100 Bilder nur von Sonnenauf
und Untergaengen vom Ayers Rock. Aber viel schoener war eigentlich Kata
Tjuta, oder The Olgas. Diese Bergformation gehoert zwar zur gleichen Bergkette,
sieht aber voellig anders aus. Ayers Rock ist mehr oder weniger ein Fels, ca.
3km Duchmesser mit einem flachen Platoe. Kata Tjuta ist mehr eine Ansammlung
von runden riesigen Felsen, zwischen denen Wiesen und Baeume wachsen. Dieser
Kontrast zwischen dem Gruen der Baueme und Wiesen und dem Feuerrot der Felsen
ist gigantisch.
Bevor wir zu Ayers Rock kamen, war die wichtigste Frage: Den Rock besteige
oder nicht (wer hat denn da wieder schmutzige Gedanken? Ich meine den Ayers
Rock! ). Fuer die Aboriginals ist der Fels oder besser gesagt ein Teil davon
Heiligund ein eil ihrer Erschaffungsgeschichte. Deshalb bitten sie die Touris,
den Fels nicht zu besteigen, verbieten es aber auch nicht. Viele Stellen um
den Rock sind auch heilig und duerfin nicht fotografiert werden. Ich hate mich
entschieden, den Ayers Rock nicht zu besteigen und lieber um ihn herum zu
laufen.

Am besten hat mir Kings Canyon gefallen. Die Felsen betsehen aus dem
gleichen roten Sandstein, aber aus duennschichtigeren Lagen. Dadurch sehen die
Felsen aus wie aufgeschichtete Pfannkuchen mit riesigen Schluchten dazwischen. In
einer der SChlucht hat sich der Garten Eden gebildet, wieder ein Stueck
Paradis mit einem klainen See und viel Gruen. Unglaublich schoen. Gestern sind wir
dann nach 2800km Fahrt hier in Alice Springs angekommen. Es war ungewohn
wieder in einem Bett zu schlafen, da ich die meisten Naechte unter Freiem Himmel
uebernachtet habe, Sternenhimmel, Sternschnuppen, da wollte ich gar nicht
einschlafen.....

Unterwegs haben wir einen Abgefahrenen ..Outbackbewohner.. Alf
kennengelernt, der seine eigene Philosophie des Alfabetes entwickelt hat, zu kompliziert
zu erklaeren. Er war auf jedenfall super interessant und sehr kreativ.

Die Supermaerkte der Staedte im Outback werden hier durch gigantische
Trucks, sogenannte Roudtrains versortg. Das sind LKWs mit 3! gigantischen
Anhaengern. So was waere bei und undenkbar!!!

Unsere Gruppe war echt interessant. Da war ein Ire, den zwar niemand wegen
seines Dialeckts verstanden hat, der aber einfach super witzig war; eine
Japanerin mit ihren vielen ..I was here.. Bildern; ein Oestereicher, der mir die
Energieflanken der Sonnenstrahlen an der Kante des Ayers Rock zeigen wollt
(keine Ahnung was er damit meinte ???!!!); eine andere Stuttgarterin (die
Schwaben sind ueberall!!!) und noch ein paar mehr. Der Guide war schon taetig in
Egypten und Asien und war sehr interessant undhat viel zu erzaehlen gehabt. Das
Essen war gigantisch, ich glaube ich habe das erste Mal in meinem Leben
zugenommen!!! Ich werde also als Fettsack heimkommen und ihr werdet mich am
Flughafen nicht wiedererkennen!

Die Gruppe ist mitlerweile so zusammengeschweist, dass wir uns zusammengetan
haben, hier noch die Western McDonal Ranges hier in der Naehe anzuschauen.
Unser Guide hat uns sogar seinen Bus angeboten, genial. Gerade haben wir den
Bus und alle anderen Utensilien als Dankeschoen fuer morgen gemeinsam
gewaschen. War eine riesen Gaudie!

Tja, wie ihr seht, gehts mir gut. Die Temperaturen hier im Outback sind auch
viel angenehmer und waermer als in Melbourne im Sueden unten. Nachts ist es
ein wenig frisch. Aber im Sommer soll es hier moerderisch heiss sein. Also
ist hier gerade Hochsaison.

Am Sonntag gehts weiter nach Cairns zum Tauchen....

Bis denn....

Wenn ihr ein paar Bilder von Peru und Equador anschauen wollt: Mein Bruder
hat wieder Naechte durchgearbitet, um einige 100 Bilder ins Internet zu
stellen unter: www.meineweltreise.de . Die neuen Bilder starten auf Seite 19 glaube
ich. Leider muss ich jetzt noch alle Bilder benennen, deshalb haben die
Bilder keine Namen sondern nur Nummern. Aber sucht mal das Bild 2799 (Katarina
aus Equador) und 2612 (Machupicchu), meine Lieblingsbilder.

Liebe Gruesle von Euerm Christoph....