Hallo Freunde,

ich bin gestern wie geplant in Kathmandu, Nepal angekommen und bin total
geflasht von den Menschen, den Geruechen, den Geraeuschen, geniale Stimmung in
Kathmandu. Es ist mal wieder ganz anders als ich es mir vorgestellt habe: Hier
gibt es keine Hochhaeuser, dafuer 1000 kleine Gaesschen, durch die sich
unendlich viele Menschen auf Fahrad, Auto, Motorad oder Rickscha quetschen. Aber
niemand scheint sich aufzuregen, alle nehmen es einfach so wie es ist,
unglaublich. Am ersten Tag bin ich wie ein kleines Kind mit offenem Mund
dagestanden, und konnte es einfach gar nicht fassen, wie das hier alles funktioniert...

Die Menschen hier sehen sehr indisch aus und haben den punkt auf der Stirn.
Die Touriegemeinde besteht aus esotherisch Suchenden, harten Trekken und
Pauschal-touristen. Es ist extrem interressant, wie die Touris sich von Land zu
Land unterscheiden!

Morgen werde ich mit Sylvia, eine ganz arg liebe Schweizerin, die ich in
Dali (China) kennengelernt habe nach Pokarah im Nord-Westen Nepals fahren um
eine 10 Tage Wanderung zu machen - einen Teil des Anapurna Trekks. Das erste Mal
auf meiner Reise, dass ich nicht alleine reise. Durch Zufall ist sie genau
im gleichen Zeitraum wie ich in Nepal. Es ist ungewohnt, schoene Momente mit
jemandem zu teilen !!

Aber jetzt erstmal nochmal zurueck nach Tibet:

Tibet ist ein unglaubliches Land. Rau und weich gleichzeitig. Die Menschen
sind extrem freundlich und humorvoll und laecheln einen immer an. Man muss
nicht Tibetisch reden koennen, um sich mit ihnen zu unterhalten. Ich hatte
riesen Spass mit Zeichensprache.

Tibet ist gepflastert von wunderschoenen Tempeln und Kloestern. Die zu
beschreiben faellt mir schwer und ich verweise auf das Internet in ein paar
Wochen!
Alle aehneln einander, aber ich bin immer wieder begeistert von ihrer
Schoenheit, den Farben und Architektur.

Die Landschaft in Tibet ist bergig, kahl, braun und eigentlich voellig
trostlos. Aber gleichzeitig absolut beeindruckend, wenn man dann ploetzlich das
spitze Himalaya hinter den weich-runden kahlen Bergen sieht. 
Nach Gyantse, Shigatse und Tingri giengs zum Everest Base Camp auf 5200
Metern. Die zwei Malaysier meiner Gruppe hatten ein Mountain-Equipment dabei und
wollten zum Advanced Camp auf 6400m aufsteigen. Hat mich natuerlich auch
gereizt, aber dazu war meine Ausruestung nicht ausreichend. Deshalb habe ich nur
mit ihnen im Base Camp auf 5200 m im Zelt uebernachtet. Und das war definitiv
die haerteste Nacht in meinem Leben! Minus 22 Grad Celsius Aussentemperatur,
und immerhin minus 12 im Zelt. Wir sind schier gestorben vor Kaelte. Aber
wir haben es dann doch grade noch ueberlebt mit 2 Stunden Schlaf von 10 Stunden
Nacht. Den Rest haben wir nur gewartet und gehofft, dass die Sonne endlich
aufgeht - Ein gigantisches Erlebnis also!

Unterwegs waren wir (2 supernette Malaysier und 3 superdaemliche Hollaender
und ich) mit Toyota Jeep. Die Strassen (besser Pfade) waren zum Teil echt
gepflastert von riesen Steinen und wir wurde ordentlich durchgeschuettelt.
Geteerte Strassen gibts so gut wie nicht!

Eine der schoensten Strecken, die ich erlebt habe, war der Abstieg am
letzten Tag von der Himalaya Hochebene auf 4000 Metern zur Grenze nach Nepal auf
vielleicht 2500 Metern. Man seht kontinuiertkich die Vegetation eintreten, erst
Straeucher, gruenes Gras, Baeume und Wiesen, Waelder. Absolut genial!!!!!

Vermutlich werde ich mir erst wieder in 11 Tagen, nach dem Trekk melden....

Bis die Tage also...

Christoph.