Hey Zusammen, (was, neuer Spruch?)...
Wiedermal ist in der letzten Woche so viel passiert, unglaublich. Aber der
Reihe nach:
Von Vientiane (Haupstadt) bin ich am Sonntag nach Norden Richtung Nam Nuang
Dam bei Thalath abgedamft. Im Bus sass neben mir eine nette Laosianerin
(jemand der aus Laos kommt...), die auch noch super Englisch konnte. Sie hat mich
in ihr Haus eingeladen (nein nicht was Ihr jetzt denkt ... leider?) und zum
Mittagessen eingeladen. Die Familie war supernett und die Mutter hat mich
ihren Sohn genannt und so behandelt: Mensch jetzt ess doch noch was, siehst ganz
hungrig aus... (Alle Muetter sind irgendwie aehnlich oder?). Abends wurde ich
kurzerhand zu einer Geburtstagsfeier einer Verwandten eingeladen. Eine ganz
eigene Erfahrung. Das Fest war vergleichbar mit einem Dorffest, bei dem das
ganze Dorf mitfeiert. Der Gastgeber ist staendig mit der Flashe bir
rumgegangen und hat kraeftig die Glaeser vollgehalten. Dass ich kein Bier trinke, war
eine allgemeine Belustigung, wie kann einDeutscher kein Bier trinken???? Aber
das haben damals meine Kollegen aus dem Musikverein Kuppingen auch schon
gefragt und bin ich deshalb gewohnt!
Das Essen war hervorragen, allerdings das, was suf den ersten Blick wie
Gemuesesalat aussah (ich hatte schon einen halben Teller davon gegessen), stellte
sich dann bei naeherem Hinsehen als Huenerbeine mit Gemuese heraus. Dannach
musste ich kaempfen, die zweite Haelfte meines Tellers zu essen.
Bei der Feier waren eigentlich fast alle Mitarbeiter der Hydro-Powerstation.
Ich habe mich dann mit einem Abteilungsleiter unterhalten und gefragt ob ich
mal vorbei schaun koennte, ich bin ja auch Inschenoehr. Am naechsten Morge,
nachdem ich bei meiner neuen Familie uebernachtet hatte, habe ich dann das
Werk besichtigt. Allerdings ist Laos ja noch Kommunistisch und deshalb durfte
ich vieles nicht sehen. Allerdings habe ich den Kontrollraum gesehen, der
direkt aus dem Deutschen Museum sein koennte, absolut abgefahren: 1000 Knoepfe
und Hebel, da fuehlt sich jeder Stromer wohl! Auch das durfte ich natuerlich
nicht fotografieren!
Anschliesend habe ich noch den Tag am Nam Nuang Lake verbracht und am
naechsten Tag zurueck nach Vientiane, um mein Visa fuer China abzuholen. Ich darf 2
Monate legal in China bleiben...
Am gleichen Tage giengs dann gleich weiter nach Vang Vieng, ein Dorf mitten
in den Bergen. Gigantische Landschaften, steile Berge und unglaublich nette
Menschen. Es sind noch nicht so viele Touris hier, allerdings davon die
meisten unfreundliche Israelis. Ich moechte nicht rassistisch sein, aber ich muss
immer wieder feststellen, dass Israelis immer wieder super unfreundlich zu den
Menschen hier sind und beim Handeln richtig sauer werde, wenn der Preis
nicht stimmt. Gegessen wird beim Israeli mit israelischem Essen und israelischer
Musik. Ob es Wohl ein Film gibt: Man spricht Hebraeisch, so wie bei uns der
Film: Man spricht Deutsch? Wie auch immer....
Vang Vieng ist umzingelt mit steilen Bergen, von denen die meisten eine
Hoehle mit ein paar Geistern drin haben, das sagen jedenfalls die Locals. Ich
habe mir ein paar Caves angeschaut, aber zum Glueck haben mir die Geister nichts
getan, sicher sind es gute Geister! Hier kann man auch noch auf eigene Faust
losziehen, es gibt keine Restriktionen: Ich war bei der Polizei und habe mir
eine ordentliche Hoehenkarte von der Gegend ausgeliehen. Und dann giengs auf
den naechsten Berg per Fuss. Geniale Aussicht... ziemlich viele
Reisfelder...
Heute war ich mit dem Rad unterwegs und habe mich auf die Suche nach dem
Wasserfall im Osten gemacht. Habe ihn auch gefunden, war echt gigantisch. Im
Dorf in der Naehe des Wasserfalls hat mir ein Einheimischer seine Hilfe
angeboten fuer 2 Mak fuenfzig. Er hat mich begleitet und den Weg zwischen den
Reisfeldern gezeigt. War eine tolle Wanderung. Allerdings haben mich die Blutegel
gefunden. Kleine Wuermer, die das Blut aufsaugen. Vor Wuermern habe ich echt
Respekt oder besser Panik. Ich habe beobachtet, wie sie versucht haben unter
die Haut zu kriechen, echt ekelhaft. Aber mir wurde versichert, das die nur wie
Blutegel auf der Haut bleiben. Wenn man sie abreibt blutet es wie ziehmlich.
Wua, unangenehme Sache!
Morgen gehts weiter nach Xieng Khuan, allerdings kann mir hier niemand
sagen, ob es einen Bus gibt, oder nicht. Ich muss also morgen einfach mal an der
Strasse warten und schauen, ob da einer vorbei kommt oder nicht. Ansonsten
gehts nach Loang Pabang, 6 Stunden noerdlich von hier.
Und jetzt werde ich mich mal wieder auf die Suche nach einem guenstigen
Abendesse machen, was hier nicht besonders schwierig ist!
Also denn mal bis die Tage...
Euer Christoph.
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